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 6ter September, Friedhof

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AutorNachricht
Nick McKeith
Lehrer/in
Lehrer/in
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Geburtstag : 25.08.41
Männlich Jungfrau
Alias : Steckbrief

BeitragThema: 6ter September, Friedhof   11/11/2009, 02:53

Nick, Talita, Dee
cf: Lehrerbereich

Nick grinste ein wenig. „Ja, Ironie hätte gereicht“, meinte er und ließ Dee den Wichtigtuer durchgehen, er wusste ja, wie es gemeint war.
Dann verschränkte Nick wieder die Arme vor der Brust und beschloss, sie doch gleich da zu lassen, da er das heute sowieso ständig zu tun schien. „Ach Spitzohr, weißt du, wenn das nicht du wärst, dann würde ich denken, du willst mich verkackeiern“, meinte er und in seinen Augen funkelte es belustigt. „Wie, das wird wirklich so geschrieben. Nu, du deemütigst mich jedenfalls grade. Das ist auch ein Wort, wusstest du das?“
Dann schnaubte Nick. „Es gibt noch andere Möglichkeiten, zu sterben, als zu verbluten. Und hör auf, Witze drüber zu machen, ich bin da irgendwie lieber vorsichtig geworden…“
Ernst sah er Dee an. „Ich finde das nicht unbedingt witzig“, meinte er ernst. „Vielleicht hat dieser Kerl wirklich irgendwas in der Hinterhand und dann? Ich glaube nicht, dass einer von uns beiden scharf darauf ist, das herauszubekommen.“
Die nächsten Bemerkungen von Dee ließ er unkommentiert.
Dann allerdings sah er doch besorgt zu ihm. „Du kannst nichts dafür und…in gewisser Weise ist es sogar gut, dass ausgerechnet du überlebt hast. Mitchell hättest du nicht helfen können, das weißt du auch, Dee. Und wenn du auch noch gestorben wärst, wer wäre dann noch normales um deinen Patensohn herum?“
Dann schnaubte er.
„Oh ja, wirklich. Krankenflügel und Whitefeathers…“, murrte er.
Er hielt sich dezent heraus, als Dee erneut mit Talita flirtete. Er wollte wirklich keinen Streit mit Dee heute.
„Nun, Miss Davida, ich habe meinen Vorgesetzten als inkompetenten, nicht um die Sicherheit bekümmerten Idioten bezeichnet – was er meiner Ansicht nach auch ist“, antwortete Nick schnell. „Aber lassen wir dieses Thema, ich möchte jetzt wirklich nur ungerne darauf weiter eingehen.“
Nick sah Dee ein wenig irritiert an, als dieser sein Grinsen interpretierte. „Du weißt schon, dass du mich grade emotional überforderst?“, fragte er.
Doch kaum hatte auch Dee sich den Anzug gehext, da verwunderte er Nick erneut. „Irgendetwas stimmt mit dir doch nicht!“, entfuhr es ihm, als Dee sich an der Wand festhielt.
„Was?“, fragte er nach, als Dee irgendetwas krächzte.
Während sie das Schloss verließen versank Nick in Gedanken. Irgendetwas stimmte nicht mit Dee. Irgendetwas stimmte absolut nicht, da war er sich verdammt sicher. Und was es war, was da nicht stimmte, das würde er heraus bekommen. So wahr er Meredith Nicholas McKeith hieß!
„Du läufst übrigens seltsam“; stellte er fest, als sie den Friedhof erreicht hatten.
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Talita Davida
Squib
Squib
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Geburtstag : 28.12.48
Weiblich Steinbock
Alias : Steckbrief


BeitragThema: Re: 6ter September, Friedhof   15/11/2009, 16:25

Nick, Dee und Talita

Talita lachte leise auf, als Dee sich anbot, sie zum Essen einzuladen, bei ihm im Büro und sie dann auch nach Hause zu begleiten. "Danke, das ist wirklich.... aufmerksam", lächelte sie noch immer. "Mal sehen, vielleicht komm ich sogar darauf zurück", zwinkerte sie ihm zu. Als Dee dann zu Nick aufgeholt hatte, bekam Talita eindeutig mit, dass er ihm irgendwas zuflüsterte. Schnell holte auch sie die beiden ein. "Na, ihr werdet doch wohl nicht über mich schlecht reden, oder?", fragte sie grinsend.
"Oh wenn es Ihnen nichts ausmacht, Professor", wandte sie sich dann an Nick, "können Sie mich ruhig Talita nennen. Ich... mag es nicht sonderlich bei meinem Nachnamen genannt zu werden. Da fühlt man sich... augenblicklich alt", lächelte sie ihm zu. "Aber ich muss zugeben, ähnliche Gedanken bezüglich Ihres Chefs hatte ich auch mal gehegt", grinste sie dann und aktzeptierte dabei auch gleich, dass Nick nicht weiter darüber reden wollte. Plötzlich bekam Dee wieder irgendeine Art von Schmerzanfall. Schnell war sie bei ihm, doch er hatte sich bereits wieder einigermaßen gefangen. Talita warf Nick einen fragenden und gleichzeitig skeptischen Blick zu. Was hatte das nur zu bedeuten? Was steckte da dahinter? Das konnten beiweitem keine Nachwirkungen eines Crucatius mehr sein. "Also ehrlich, Deorn. Wenn die Zeremonie vorbei ist, schlepp ich dich zu einem Heiler und es ist mir egal, ob du das willst oder nicht. Ich dulde keine Widerworte. Das ist schon nicht mehr normal!", sagte sie und ihre Stimme ließ deutlich verlauten, dass sie ernst machen würde. Mittlerweile waren sie am Friedhof angekommen und Nick sagte Dee gerade, dass er seltsam laufen würde. Obwohl die Umstände dazu für Dee wohl ziemlich schmerzhaft sein mussten, konnte sich Talita ein Lachen über den Kommentar des Doktors nicht verkneifen. "Eine ziemlich treffende Aussage würde ich meinen", sagte sie dann.
Es waren schon ein paar Leute gekommen und alle standen sie noch vor dem großen Friedhofgebäudes. Talita war etwas abseits stehen geblieben und besah sich die Leute. Sie wollte es vermeiden, mit irgendeinem von denen zu sprechen. Sie würde es wahrscheinlich nicht übers Herz bringen, die Geschichte von dem schlimmen Abend noch einmal erzählen zu müssen. Also wartete sie hier, abseits, bis alles endlich vorbei war.
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Albus Dumbledore
Schulleiter
Schulleiter
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Geburtstag : 10.08.81
Männlich Löwe
Alias : Steckbrief

BeitragThema: Re: 6ter September, Friedhof   15/11/2009, 16:41

--> Fortsetzung von seinem Büro

Albus Dumbledore allein
erwähnt werden: Nick, Deorn und Talita

Albus hatte seine Sachen in seinem Büro erledigt und hatte sich dann in einen schwarzen Umhang gehüllt. Natürlich würde er damit auffallen, schließlich waren sicherlich auch Muggel anwesend, aber Albus würde sich niemals in Muggelsachen zeigen. Er stand zu dem was er war, und wenn ihn dadurch Leute sonderbar fanden, dann war es eben so. Schließlich gab es auch in der Zaubererwelt Leute, die ihn für einen sonderbaren alten Kauz hielten. Natürlich würde Albus nicht zeigen, dass er ein Zauberer war, aber vielleicht hielten die Muggel auf dem Friedhof ihn ja für einen Ausländischen. Aber auch das war ihm reichlich egal.
Er war in einiger Entfernung zum Friedhof appariert und ging nun direkt auf die Leute zu, die sich bereits dort versammelt hatten. Etwas weiter abseits entdeckte er seine Professoren Whitefeather und McKeith, sowie die Aurorin Davida. Er nickte ihnen kurz zu und stellte sich dann zu der kleinen Gruppe von Menschen, die vor dem Friedhofsgebäude standen. Er sprach ihnen sein herzlichstes Beileid aus und erklärte ihnen, dass Gwendolyn bei ihm gearbeitet hatte.
Wer von ihnen nun Muggel war und wer Zauberer, konnte Albus auf den ersten Blick nicht sagen. Alle hatten sich zumindest in Muggelsachen gekleidet. Dennoch spürte Albus ein paar argwöhnische Blicke auf sich ruhen, doch er störte sich keineswegs daran.
Gespannt wartete er, bis die Zeremonie beginnen würde. Irgendwann im Laufe der Zeremonie würde er sich wieder unbemerkt davonstehlen.
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Dee Whitefeather
Lehrer/in
Lehrer/in
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Geburtstag : 24.08.41
Männlich Jungfrau
Alias : Steckbrief


BeitragThema: Re: 6ter September, Friedhof   16/11/2009, 01:39

Talita, Dee, Nick
Erwähnt werden nicht gespielte Gäste- und Dumbledore, sowie die Verstorbenen Ben und Gwen

„Oh weh Nick, dann muss ich ja direkt vorsichtig sein, denn dich zu deemütigen wäre eine schlechte Idee, du wirst dann immer zickiger als jede Frau!“, meinte Dee und lächelte ihn müde an.
Dann schnaubte Nick und behauptete, dass es andere Möglichkeiten gibt als zu verbluten: „Oh, das weiß ich, aber die funktionieren nicht. Also mit dem Cruciatus wahnsinnig zu machen, wird schwer- ich habe vier oder fünf von den Flüchen ausgehalten oder noch mehr? Das weiß ich gar nicht mehr so richtig. Ja, das wäre möglich, aber meinst du nicht, ich würde wissen, womit man mich erpressen kann oder gar Leon?“, meinte er dann ernst und sein Blick verdüsterte sich.

Doch bei der nächsten Sache fuhr Dee ordentlich aus der Haut und ein goldener Schimmer trat in seine Augen: „Nick, sag nie wieder, dass es besser war, dass ich überlebt habe. Die beiden waren Leons Familie und sie hätten ihn besser beschützen können als jetzt und dieser Widerling von einem Sabberzauberer hat es nicht verdient sich der Vater von Leon zu nennen.“

„Ja, das liegt in den Genen!“, meinte Dee dann, der wieder abkühlte, und die goldenen Augen verschwanden, als wären sie nie da gewesen.
Dann sprach Dee mit Talita und kurz darauf, aber auch Nick. Er erklärte ihr peinlich berührt, wie das mit seinem Rauswurf zusammenhing. Dee musste ein Lächeln verbergen, denn Nick hatte schon immer eine scharfe Zunge gehabt, die auch Minister halbieren konnte.
„Also, wenn ich dich schon abhalte von deinem Hund, dann werde ich dich gerne nach Hause bringen und dann mit deinem Hund Gassi gehen, natürlich auch gern mit dir zusammen. Also, das Angebot steht und wenn du es nutzt, freue ich mich sehr darüber, wenn nicht, dann werde ich zwar traurig sein, aber es verstehen können!“, seine Augen wirkten nun, wie die eines Dackels. Irgendetwas Bittendes und Treuherziges lag darin. Dann wisperte er seinem besten Freund zu, dass er Talita noch nichts zeigen wollte, von den merkwürdig warmen Gefühlen in seiner Brust, denn auch er konnte bei Frauen schnell sein, und dann das Feuer nach kurzer Zeit löschen. Er wollte sicher sein, das alles echte Gefühle waren und keine Verzweiflungsakte, denn in den Zeiten der Kälte, sehnte sich der stärkste Mann nach einer Frau, aber ob daraus, dann auch eine dauerhafte Liebe erwuchs, mochte Dee bezweifeln. Als Tali die beiden dann fragte, ob sie über sie lästern würde, blickte Dee auf einmal verwirrt, wie vor dem Angriff auf seine Freunde, auf . „Wie? Lästern? Über eine Frau, wie dich? Na, du kommst vielleicht auf komische Ideen.“, er schüttelte kurz den Kopf, so als würde er gar nicht realisieren, dass er da gerade stand, als wäre er ein offenes Buch der Wahrheit. Er wirkte verdutzt und dabei ein wenig seltsam, weil Verwirrung zu ihm gar nicht passte.
Dann als er wirklich Schmerzen spürte und seinen Hintern glühend, fühlend, dass er gerade eine böse Malträtierung hinter sich hatte. „Wenn die Aurorin das so ernst sagt, fühle ich mich gleich, wie ein Schwerverbrecher“, meinte er lächelnd.
„Das ist nicht witzig…“, meinte er pikiert, aber nicht böse. „Ich fühle mich, als hätte mir jemand den Hintern versohlt und mir mein Nacken ausgekugelt, aber sonst geht es mir erstaunlich gut. Ich frage mich, ob ich nicht doch zu starke Selbstzweifel hege… Nick geht sowas? Magie gegen sich selbst richten?“, fragte Dee plötzlich völlig verwirrt von seiner Idee.

Dann wurde er auch schon aufgerufen. Dee sah die Särge und wurde auf einmal todernst.
Er ging unter Schmerzen, ganz normal zu der Stelle zwischen den Särgen und sah auf die beiden Gräber hinab. Er zog keinen Zettel, er hatte beschlossen diese Rede aus dem Herzen heraus zu halten.
„Ich danke Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen,
Ich werde sie nicht mit Worten, wie werte Trauergäste ansprechen, wir sind hier alle zusammengekommen, um als Gleichwertige Menschen Kollegen, Freunde und Familienmitglieder zu verabschieden. Zwei wertvolle Menschen sind von uns gegangen. Zum einen Gwendolyn Thomson und zum anderen Benjamin Todd. Gwendolyn Thomson ist eine hervorragende Lehrerin gewesen, die vielen Schülern die Liebe zu Pflanzen beigebracht hat, weil sie sie selbst als Lebewesen sah. Ein sehr freundlicher Mensch, der für Jeden ein Lächeln übrig hatte. Als Freundin war sie eine Frau, die sehr treu, sehr herzlich war und ihre Ohren öffnete, wenn jemand Kummer hatte. Sie konnte zuhören.
Es gibt kaum etwas Schlechtes über sie zu sagen, vielleicht einmal abgesehen von ihrer Leidenschaft zu Zigaretten.“, Dee unterbrach sich, lächelte ein bisschen. Man sah ihm den Verlust im Gesicht an.
„Sie war außerdem eine Frau, die stets an das Gute glaubte, an das, was sie in ihrer letzten Sekunde verteidigt hatte. Sie war jemand, der energisch für seine Ziele eintreten konnte, der sie klar vor Augen hatte und für diese Ansichten musste sie sterben. Eine Verstorbene um zu retten, um zu helfen, doch ihr konnte niemand helfen, als sich Mörder über sie hermachten. Sie wurde in das Jenseits zurückgeholt, um von nun an ihre Liebsten auf eine andere Art und Weise zu begleiten, sie anders, auf ihre ureigene Art zu schützen.
Gedenken wir Gwendolyn Thomson, lasst sie in unserer Erinnerung als einen fröhlichen, lebensbejahenden und mutigen Menschen weiterleben. Nein, anders- wir sollten sie als Heldin in Erinnerung behalten. Sie hat ihr Leben für die Hoffnung auf eine bessere Welt gegeben.
Liebe Gwen, bitte verzeih mir, dass ich so unachtsam war, dass du meinetwegen auf diesen Weg gehen musstest und vergiss dein Lächeln nicht, wir brauchen es noch. Ich verspreche dir, dass das alles nicht umsonst war.
Benjamin Elias Todd. Wie kann man ihn beschreiben?“, Dee hatte stark mit einer zittrigen Stimme zu kämpfen. Seine Augen waren wässrig, aber er unterdrückte die Tränen, er wollte Schmerz lindern, nicht Schmerz schüren: „Benjamin Elias Todd ist mein bester Freund gewesen, im Prinzip, wenn man so will, war er meine lebende Partnerin. Immer jemand der genauestens auf die Ordnung achtete, die ich nicht halten konnte. Wir waren sehr gut befreundet. Er war der einzige Heiler, dem ich vertraut habe, jetzt muss ich mich weigern zum Arzt zu gehen, denn er ist ja nicht mehr da.
Er ist jetzt in einer Welt, wo er hoffentlich sehr glücklich ist, wo er nicht mit Todessern kämpfen muss, wo er nicht erneut sterben braucht. Ich hoffe, dass ihm genauso, wie Gwen das Leben irgendwann zurückbekommen wird. Sie werden unersetzlich sein. Benjamin verstand es, mich zum Lachen zu bringen und unsere Jugendtage waren bestimmt nicht die, die Eltern sich für Halberwachsene wünschen würden, aber Ben war immer da. Er war nicht einfach fort. Ich kann gar nicht richtig glauben, dass wir kein Butterbier mehr trinken gehen werden oder vielleicht auch zwei. Er hätte ebenso wenig sterben dürfen. Beide waren wundervolle Menschen, die mir Kraft gaben und allen anderen um uns herum auch. Es ist tragisch, dass zwei so großartige Personen-Helden-Kämpfer diese Welt verlassen mussten. Wenn man nicht wüsste, dass das Jenseits großes mit Ihnen vorhaben muss, dann würde ich es als gemein, als unfair bezeichnen, dass ihre Zeit so früh anbrach, aber …
Aber gute Menschen, wie sie- gute Menschen, wie sie müssen zu einer besseren Aufgabe bestimmt sein, sonst hätte man sie uns nicht genommen.
Ben noch ein kurzes Wort an dich: Es tut mir leid, du bist wegen mir nicht mehr da und ich weiß nicht, vielleicht kommt der Tag an dem du es mir verzeihst, dass ich euch um Hilfe rief. Du warst mein bester Freund neben Nick. Weißt du, Nick ist da, er ist mit hier und verabschiedet dich, ich hoffe du kannst es sehen. Ihr beiden ruht in Frieden und beehrt uns bald wieder auf der Welt!“
Dee sah zu Boden und dann in den Himmel. Er versuchte die Tränen zu kontrollieren. Es gelang ihm gerade so eben. Der Regen schüttete vom Himmel, als wäre ein Wolkenbruch geschehen und der Wind fegte durch die herbstliche Atmosphäre- Blätter tänzelten im Wind.
„Ich danke Ihnen für das Zuhören. Verabschieden wir die beiden nun gänzlich und lasst sie schlafen. Haltet sie nicht auf, ihr Lächeln und ihr Handeln wird in unseren Köpfen und Herzen bleiben, es wird uns nie mehr loslassen.“, damit trat er weg und ließ die Anderen ihre Arbeit tun. Er stellte sich an Nick und Talita, er stand dort, stierte in die Ferne, ein sinnierendes Lächeln glitt über seine Lippen. Er hatte das Gefühl, dass Gwen und Ben ihn gehört hatten.
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Nick McKeith
Lehrer/in
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Geburtstag : 25.08.41
Männlich Jungfrau
Alias : Steckbrief

BeitragThema: Re: 6ter September, Friedhof   16/11/2009, 17:50

Nick, Dee und Tali

Nick unterdrückte den reichlich albernen Drang, Dee die Zunge herauszustrecken. „Ich bin überhaupt nicht zickig, das ist eine infame Unterstellung!“, kam es augenblicklich von ihm. Allerdings würde er dieses Thema jetzt sicherlich nicht vertiefen.
„Nun, vielleicht kannst du gar nicht wissen, womit man einen von euch beiden erpressen kann“, antwortete Nick. „Ich würde sagen, es gibt eine ganze Menge, hanebüchenen Unfug, den man einem Fünfzehnjährigen erzählen kann und den er durchaus als glaubwürdig empfindet. Und gesetzt, dass er doch etwas weiß, was dir irgendwie entgangen ist…“, Nick fuchtelte während dem Reden wild mit den Händen umher. Gerne hätte er den Freund wirklich gewarnt, doch das konnte er nicht.
Nicht, ohne einen Erinnerungsschock bei Dee zu riskieren und das könnte tödlich enden. Hier musste vorsichtiger vorgegangen werden und das bedeutete, dass Warnungen eben zurückgehalten werden mussten, wie es schien.
Als Dee jedoch angesäuert reagierte und Nick so – buchstäblich – goldig anblickte, stemmte Nick die Hände in die Hüften. „Jetzt hör mir mal zu, mein Lieber!“, sagte er und klang dabei nicht minder ärgerlich als sein ehemaliger Beinahe-Vorgesetzter. „Die Frau war schon tot, da hättest du nicht einmal mehr etwas tun können, wenn ihr nüchtern und eine ganze Stunde früher dagewesen wärt! Da hättest du überhaupt nichts tun können, selbst wenn du dabei gewesen wärst.
Nach allem, was ich weiß, hat sie ein so genannter Erinnerungsschock umgebracht, was hättest du denn tun wollen? Dem Todesser, der ihr was auch immer gesagt hat, den Mund zu halten?“, Nick funkelte Dee ärgerlich an. „Und was Mitchell angeht er war dummerweise nun einmal nicht der leibliche Vater von Lewis – äh Luke – ach nee, jedenfalls deinem Patensohn und da er ihn auch nie adoptiert hat hätte er ohne die Mutter absolut keine Handhabe gehabt, was den weiteren Verbleib des Jungen angeht.
Du als Pate hast da immerhin noch einen etwas größeren Spielraum, als zu hoffen, dass er irgendwann krankenhausreif geschlagen wird und die Behörden dann einsehen, dass es ein Fehler war, ihn zu diesem Noxknill zu geben – was ja nach allem, was ich von diesem Kerl mitbekommen habe, durchaus nicht das abwegigste aller Szenarien wäre.“
Er wollte, dass Dee verstand, wie wenig Schuld ihn traf. Wollte, dass Dee zumindest erkannte, dass Leon ihn brauchte und dass sie verdammtes Glück gehabt hatten, dass ausgerechnet er es lebend geschafft hatte.
Über die Sache mit den Genen und Dees Geflirte mit Miss Davida verlor Nick kein Wort. Er unterdrückte das Grinsen sowie das belustigte Kopfschütteln und wartete, bis Dee damit fertig war, sich wie ein verliebter Schuljunge zu benehmen. Allerdings gönnte er ihm dieses Benehmen dennoch von Herzen.
Er und Dee hatten kurz einige Sätze miteinander gewechselt – Nick würde nie das Wort „Tuscheln“ verwenden, das war dann doch zu…nun ja…mädchenhaft…(und das bisschen „Männlichkeit“, das er hatte, wollte er nicht auch noch abgesprochen bekommen) – als Miss Davida fragte, ob sie über sie lästerten.
„Da hören Sie’s“, antwortete er nur grinsend, als Dee bereits lang und breit erklärte, dass dies nicht der Fall war. Gut, es waren nur drei Sätze, also wesentlich weniger als er selbst eigentlich gesagt hätte, doch es waren eben genau diese drei Sätze, die da wirklich aussagekräftig genug waren.
„Gut, wenn Sie Talita sind, dann bin ich aber Nick“, meinte Nick ein wenig unbeholfen zu der Aurorin und streckte ihr die Hand hin. Er lächelte, als sie die Worte über seinen ehemaligen Chef verlor. „Nun…Er ist eben wirklich ein bildungsresistenter Informationsallergiker, damit habe ich mich abgefunden.“
Dann geschah etwas merkwürdiges mit Dee und als dieser auf Nicks Bemerkung wegen dem seltsam Laufen antwortete, runzelte Nick die Stirn.
„Theoretisch wäre das möglich und ich könnte es mir bei dir sogar direkt vorstellen“, antwortete er langsam und bedacht. Dann funkelte er Dee von der Seite her an. „Wenn du dir allerdings wirklich so extrem die Schuld an dieser Misere gibst, dann leg ich dich dafür noch mal übers Knie, hörst du?“, nun, jedenfalls verbal, er war ja doch ein ganzes Stück kleiner als der ehemalige Auror und nicht nur, dass es ziemlich seltsam aussehen würde, es würde außerdem vermutlich auch extrem schief gehen, denn Dee war eindeutig kampferprobter.
„Aber ich vermute ehrlich gesagt eher, dass es etwas anderes ist, denn du magst zwar einen gehörigen Knall haben, aber eigentlich bist du nicht so selbstzerstörerisch veranlagt, dass deine Magie dir selbst Schmerzen zufügen würde“, überlegte Nick weiter. „Ich schätze, während ihr der Heilerin einen Besuch abstattet, gehe ich in der Bibliothek meine Thesen überprüfen.“

Da wurde Dee auch schon aufgerufen, um die Rede zu halten und selbst Nick, von dem einige behaupteten, dass er Emotionen erst dann verstehen würde, wenn er eine Rechenformel für sie gefunden hatte, musste den Kloß, den er in den Hals bekam, heftig herunterschlucken.
Er hatte nur einen der beiden Menschen gekannt und das auch nur flüchtig. Und dennoch ergriff ihn Dees Rede und erinnerte selbst den zerstreuten Professor daran, dass dieser Verlust einen verdammten Riss hinterlassen hatte.
Unauffällig blinzelte Nick etwas schneller und heftiger. Bei dem einsetzenden Regen wäre es vermutlich nicht unbedingt aufgefallen, hätte er angefangen zu weinen. Allerdings wollte er es sich auch nicht wirklich eingestehen, dass Dees Rede eine solche Reaktion bei ihm auszulösen schien.
Tatsächlich schniefte er kurz leise.
Manno. Ein Stück weit war er angesäuert, dass Dee eine so ergreifende Rede halten musste. Jetzt wusste er auch wieder, warum er Beerdigungen hasste. Gesetzt den Falles, dass er nicht von lauter weinenden Menschen überfordert wurde, war es nämlich so, dass er selbst irgendwann anfing, zu schluchzen wie ein verlassener Hofhund.
Er sagte nichts, als Dee wieder zu ihm trat, doch er sah das leichte Lächeln, das auf seinen Lippen lag.
Nick atmete tief aus und sah zu, wie man die Särge in die Erde ließ, während irgendein Heiler aus dem St Mungos damit begann, Belanglosigkeiten zu dozieren.
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Das Rad des Schicksals
Schokofrosch
Schokofrosch


Alias : Information

BeitragThema: Re: 6ter September, Friedhof   25/11/2009, 13:04

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilen kann. Nun, eine Woche mag dafür wohl zu kurz sein, aber dennoch haben Deorn, Talita, Nick und Professor Dumbledore die Beerdigung nun hinter sich gebracht.
Sie befinden sich wieder dort, wo sie normalerweise leben und wirken.
Für mindestens drei von ihnen heißt dies, auch sie sind wieder in Hogwarts und bereiten ihren Unterricht vor oder gehen Schulleiterangelegenheiten nach.
Ob Talita wohl auch schon im Schloss ihrer Arbeit nachgeht?
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BeitragThema: Re: 6ter September, Friedhof   

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6ter September, Friedhof
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